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Wenn die Freizeit zum Projekt wird...

Bei mir wird schnell alles zu einem Projekt. So auch letztes Jahr an Weihnachten. Ich wollte für meine Familie ein Fünf-Gang-Menü kochen. Also begann ich gemäss Projektmanagement mit Phase 1: Initialisierung. Ich machte eine Stakeholderanalyse und überlegte, wer alles von meinem Projekt betroffen ist. Dazu gehörte beispielsweise mein Freund. Ich lag ihm bereits im Oktober mit meinen Plänen in den Ohren, so dass er spätestens ab November das Wort „Weihnachten" nicht mehr hören konnte.

Nachdem auch das Projektziel („Der Weihnachtsabend gestaltet sich friedlich und alle sind satt") definiert war, konnte ich übergehen in Phase 2: Konzeption. Ich stellte das Menü zusammen und überlegte mir die Risiken („Meine Mutter schläft ein"; „Die Katze frisst das Dessert") sowie entsprechende Massnahmen.

Schliesslich kam der besagte Tag und damit Phase 3: Realisierung. Ich war top vorbereitet: Zutaten, Rezepte, Deko – alles lag bereit. Es konnte also losgehen. Nach einem fulminanten ersten Gang tranken wir uns mit Prosecco und Wein zu den Gängen zwei und drei und kamen schliesslich beim Hauptgang an. Das Fleisch sollte bei 90 Grad niedergegart werden. Es war bereits spät. Ich schaute immer mal wieder in den Ofen, aber die Kerntemperatur wollte einfach nicht steigen. Mir schoss durch den Kopf, dass ich trotz Risikomanagement keine Exit-Strategie hatte. Keine Blösse zeigen als Projektleiter und vom Problem ablenken: Ich organisierte Jasskarten. Was war bloss mit dem Ofen los? Irgendwann wurde es auch meiner Schwester zu bunt und als sie hungrig in den Ofen schaute, rief sie: „Du hast das Ofenblech vergessen, herauszunehmen – das hält doch die Wärme ab!" Da half nun auch meine Risiken-Massnahmen-Liste nichts und den kurzfristig geplanten Change, aus dem Roastbeef ein Tatar zu machen, scheiterte an den mangelnden Projektsponsoren, die mittlerweile eingeschlafen waren.

Sarah Büchel
Beraterin und Projektleiterin

p.s. Das Dessert wurde zwar nicht von der Katze gefressen, musste aber aufgrund der einschlafenden Gäste am nächsten Tag serviert werden.